Schwingungen in Verstellpumpensystemen
Wussten Sie, dass die Saugleitung eine Ursache für Schwingung von Hydrauliksystemen sein kann?
Wenn die Ölsäule im Saugschlauch einer Hydraulikverstellpumpe ständig beschleunigt und abgebremst wird – also pulsierend oder schwingend strömt – kann das eine Reihe ernsthafter Probleme verursachen. Die Verstellpumpe kann dabei auf mehrere Arten Schaden nehmen:
1. Kavitation
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Ursache: Durch die Beschleunigung/Abbremsung kann im Saugschlauch ein Unterdruck entstehen, der den Dampfdruck des Öls unterschreitet.
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Folge: Es bilden sich Dampfblasen (Kavitation), die später kollabieren und dabei lokal sehr hohe Drücke und Temperaturen erzeugen.
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Schäden: Erosionsschäden an den Laufschaufeln, Kolben, Steuerkanten und an der Pumpeninnenseite (Pitting, Materialabtrag).
2. Erhöhte Lager- und Dichtungsbelastung
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Ursache: Die ungleichmäßige Strömung erzeugt Druckstöße und Vibrationen, die sich auf das Gehäuse und die internen beweglichen Teile übertragen.
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Folge: Höhere radiale und axiale Kräfte auf Lager und Dichtungen.
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Schäden: Lagerausfall, Undichtigkeiten, frühzeitiger Verschleiß der Dichtungen.
3. Unzureichende Schmierung
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Ursache: Bei unregelmäßiger Ansaugung kann die Pumpe phasenweise Luft ansaugen oder der Volumenstrom schwankt stark.
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Folge: Die interne Schmierung der Pumpe (hydrodynamisch über das Öl) wird gestört.
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Schäden: Erhöhter Metallkontakt, erhöhter Verschleiß, mögliche Fresser.
4. Schwingungsinduzierter Materialverschleiß oder -ermüdung
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Ursache: Die mechanische Schwingung (z. B. durch Resonanzeffekte der Ölsäule) kann sich auf die Pumpengehäuse oder Anbauteile übertragen.
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Folge: Dauerhafte Belastung über viele Zyklen hinweg.
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Schäden: Mikrorisse, Ermüdungsbrüche an Gehäuse, Halterungen oder Anschlüssen.
5. Reduzierte Lebensdauer durch dynamische Belastungen
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Ursache: Ständige Druck- und Volumenstromänderungen wirken wie Lastwechsel.
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Folge: Höhere Ermüdungsbelastung der bewegten Teile.
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Schäden: Frühzeitiger Ausfall durch Materialermüdung.
Abhilfe / Maßnahmen:
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Saugleitung optimieren: Möglichst kurz, groß dimensioniert und ohne enge Radien.
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Saugdämpfer oder Pulsationsdämpfer einsetzen.
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Vordruck sicherstellen: z. B. durch Vorladepumpe oder Tanküberhöhung.
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Schwingungsanalyse durchführen: Resonanzverhalten der Saugstrecke prüfen und anpassen.
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Steuerung/Regelung optimieren, um harmonischere Lastwechsel zu erzeugen.